Vorgestellt: Stephan Becker, ein leuchtendes Vorbild

kerze_goldkerze_gold2. Dezember

In der Vorweihnachtszeit stellt sich für einige vielleicht die Frage nach dem Gänsebraten… Billigware aus dem kommerziellen Handel mit wahrscheinlich „unmenschlichen“ Tierhaltungsbedingungen, oder die teure Biogans… Aber geht es denen viel besser?  Kann man Produkte mit Daunen eigentlich noch kaufen?… Immer mehr Menschen ist es wichtig, dass die Dinge, die sie lieben auch liebevoll entstehen dürfen.

Durch Zufall bin ich schon vor Jahren auf Stephan Becker gestossen. Er hat einen kleinen Betrieb: Imkerei, Gänserei und Kerzenmanufaktur.  Er lebt verbunden mit der Natur und den Tieren, die er betreut.  Authentisch und nicht angepasst an den Markt, folgt er seiner inneren Stimmigkeit. Hier haben Gänse nicht die vorgeschriebene 15 qm Freiraum für 1/3 ihres Lebens, sondern 100, was ihrem natürlichen Weidebedarf entspricht. Hier gehen die Kerzen und Daunendecken aus.  Das lässt spüren: die Verfügbarkeit dieser Ressourcen ist begrenzt. Der Kunde und der Profit sind weniger wichtig als die natürlichen Kreisläufe. Der Überschuss wird gerne abgegeben, jedoch nicht künstlich hochgefahren, um alle Bedürfnisse zu befriedigen.

Lest selbst: becker-naturprodukte.de

Seine Arbeit wird morgen im Radio und am 27.12. im Fernsehen dokumentiert:

3 Dezember um 14:05 Uhr, WDR 5  in der Sendung „Alles in Butter“

27. Dezember om 18:15, SWR Fernsehen  in der Sendung „natürlich!“

Für mich ist Stephan Becker ein Lichtblick in der Weihnachtszeit, der sich selbst treu bleibt und damit Vorbild wird für andere. Wenn du noch Kerzen suchst für deinen Gabentisch, oder doch auch eine Weihnachtsgans: hier bekommst du nicht nur Qualität, sondern unterstützt durch dein Geld auch dieses engagierte Projekt.

Ein paar Zitate von der Webseite

Wer ich bin…….

Das ist eine gute Frage, der ich nun schon fast ein halbes Jahrhundert nachgehe.

Ich habe die Natur schon immer geliebt und mich mit ihr verbunden gefühlt. Das Schicksal hat es mir ermöglicht hier in der Eifel, abseits eines kleinen Dorfes, in der Nachbarschaft aufwachsen zu dürfen. Noch nicht in der Schule, habe ich schon viel Zeit bei den Bauern im Dorf verbracht und geholfen, was in meinen Möglichkeiten lag.

Aus meinem ganzheitlichen Denken und meiner Lebensweise heraus bemühe ich mich, ökologisch und ökonomisch vertretbare Produkte anzubieten. Bei den bekannten heutigen Umweltproblemen bedeutet das eine ständige Herausforderung, der ich mich stelle.

In meiner kleinen Manufaktur werden keine Maschinen eingesetzt. Ich tauche die Bienenwachskerzen / Honigkerzen per Hand nach alter Methode.

 

Meine Weihnachtsgänse / Martinsgänse haben eine Grünfläche von über 100 m² je Tier zur Beweidung. ( Diese Zahl sagt dem Laien nicht viel, aber fast nur in alter Literatur finden Sie sie wieder, als den Weideflächenbedarf einer Gans. Heute finden Sie Formulierungen wie:… unsere Freilandgänse haben in ihrer Jugend 10 m² Grünfläche zur Verfügung.-Dafür werden sie dann für über 40,-€/kg verkauft und auch gekauft! Oder Sie finden 800 Weihnachtsgänse in einem Zaun von 50 X 50 m im Freiland. Die Ökoverordnung schreibt vor: „Mind. 15 m2 vorwiegend begrünte Fläche pro Tier, mind.während eines Drittels der Lebenszeit“)

Ich verwende nur die Daunen und Federn, die beim Schlachten anfallen. Es werden also bei mir keine Gänse lebend gerupft. Da ich nur eine begrenzte Menge an Daunen und Federn von meinen Gänsen habe, ist selbstverständlich auch die Anzahl der Kissen und Decken begrenzt.

Ich bin stolz, dass ich in meinem nun fast 30 jährigen Bestehen als Imkerei und Kerzenmanufaktur mit meinem ganzheitlichen Konzept ökologische Verantwortung beispielhaft verwirklicht habe: von der handgearbeiteten Kerze aus 100% reinem Bienenwachs, über architektonisch an ihren Zweck und die Landschaft angepasste Gebäude, zu einer standortgemäßen Bepflanzung und Gestaltung des Geländes, unter Einbeziehung einer eigenen Pflanzenkläranlage (die Erste im Regierungsbezirk nach 10 Jahren Kampf-Heute werden sie im Außenbereich zur selbsverständlichen Auflage gemacht-).
Wie Sie erkennen, bemühe ich mich in all meinem Handeln, auf Basis meines ganzheitlichen Denkens und meiner Lebensweise, ökologisch und ökonomisch reizvolle Produkte anzubieten. Bei den heute bekannten Umweltproblemen und einem immer schärferen Wettbewerb um Preisdumping und Massenware bedeutet das eine ständige Herausforderung. Dieser stelle ich mich täglich – und setze dabei Maßstäbe.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Uncategorized

Lehrer – das Beste was dir passieren kann

kerze_gold

1. Dezember

 

Dieses Video hat in Facebook innerhalb kurzer Zeit 30 Mio Klicks bekommen. Erstaunlich, wenn man bedenkt, wieviel über schlechte Lehrer geschimpft wird…  Der Macher des Films hat es gut verstanden, die Essenz einzufangen, dessen, was wir uns in einer gelingenden Lehrer-Schüler- Beziehung wünschen. Es ist die Sehnsucht gesehen zu werden als der oder die die wir sind und die wir werden wollen.

Ich glaube, dass Lehrer Sein ein Beruf und eine Berufung ist. Etwas das mit einer tiefen Liebe zu tun hat, die man zu den Menschen hat, und dem tiefen Wunsch sie in die Entwicklung ihres höchsten Potentials zu begleiten. Dann werden Beziehungen bereichernd, vielleicht sogar lebensweichenstellend, in beide Richtungen.

Ich hatte das Glück, in meinem Leben selbst Lehrern begegnet zu sein, die in mir mehr gesehen haben, als ich -aus dem Hintergrund aus dem ich kam- für möglich gehalten hätte. Ermutigung unterscheidet sich von Lob und Bewertung. Sie erwächst aus dem authentischen in Beziehung sein, aus dem authentischen Wunsch Entwicklung zu fördern, und kann  fordernd, oder tröstend, oder heiter, autoritär oder kumpelhaft, oder… sein. Jedes Kind hat wie ein Instrument einen anderen Ton. Lehrersein verbinde ich in mir mit dem Bild eines Dirigenten, wissend um die Unterschiedlichkeit und bestrebt, die einzelnen Klangfarben in einen größeren Zusammenhang einzubinden.

Was verbindest du mit Lehrer sein? Welches Ereignis hat dich am meisten inspiriert? Was hält deine Feuer an brennen?

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Uncategorized

Lebst du noch in deiner alten Schul-Matrix?

matrix3„Schulnarben“

Den Film „Die Matrix“ hat wahrscheinlich jede/r schon einmal gesehen. Es geht darum, dass die Welt, in der wir leben , uns limitiert erscheint, es sind Bilder, Illusionen, die wir für real halten… Obwohl der Film im Genre Sciencefiction angesiedelt ist, hat er für mich sehr viel mit Realität zu tun.
Was wir glauben, was real ist, insbesondere in Bezug auf uns und unsere Möglichkeiten, ist meist geprägt von unseren Erfahrungen, vielleicht früheren Erlebnissen und Rückmeldungen, wer wir sind und zu was wir in der Lage sind. Die Schulzeit, als sehr wichtige Zeit der Heranwachsens und der Prägung, spielt dabei eine große Rolle.
Es ist erstaunlich, wie viele Menschen bis ins hohe Alter Schulnarben mit sich tragen, die zum Beispiel glauben, sie könnten nicht singen, oder nicht zeichnen, weil sie schlechte Zensuren in Kunst hatten, oder der Musiklehrer oder Chorleiter die entsprechende Aussage getroffen hat. Das ist wie eine Wunde, die vernarbt, aber als Narbe immer noch spürbar bleibt. Ich denke, dass das jeder in größerem oder kleinerem Ausmaß kennt. Und es kann uns heute noch, als erwachsene, selbstständige und verantwortungsbewusste Menschen beeinträchtigen.

Wie bist du intelligent?

In einem Video von Prince AE beschreibt er seinen Weg als angeblich „geistig beeinträchtigtes“ Kind bis zum Uni Abschluss Summa cum Laude. Und es stimmt, wenn er anprangert, dass man Kinder nicht vergleichen sollte, denn wir sind nicht alle gleich begabt. Wir sollten auch nicht mehr fragen, wie intelligent jemand ist, sondern Wie jemand intelligent ist. Das „Intelligent Sein“ auf einer Ebene bedeutet allerdings nicht, dass es nicht auch andere Ebenen gibt, in denen man ebenfalls intelligent ist, vielleicht einen anderen Zugang braucht, oder das Interesse erst zu einem anderen Zeitpunkt entsteht. Diese Wahrheit macht die Gestaltung von passenden Lehr- und Lernumgebungen komplex, und wenn wir es ernst nehmen, impliziert es neue Konzeptionen von Schule und Unterricht.

„I never let my schooling interfere with my education“ (Mark Twain)

Was macht dich aus?

Wie sehr lassen wir uns durch Aussagen definieren?
„What defines you“ fragt  Lizzy Velazquez in einem berührenden TED Talk die Zuschauer. Sie hat eine seltene Krankheit, die sie äußerlich stark zeichnet. Sie wurde als 16-jährige in einem You Tube Video von Klassenkameraden als „Hässlichste Frau der Welt“ bezeichnet, und Kommentare schlugen vor, sie solle sich doch umbringen, so hässlich sei sie. Sie beschreibt in dem Talk ihren Weg aus der Fremd- und die Selbstbestimmung, und wie sie den Spott der anderen als Antrieb für ihren Ehrgeiz nutze.
Das ist ein extremes Beispiel. Oft ist es viel subtiler. Die Gründe, warum wir etwas mögen oder meiden kann sich letztlich auf frühere Erfahrungen beziehen, die wir entweder gerne wieder erleben möchten, oder nie wieder, die Antrieb sein können, Dinge zu verändern. Beide Varianten sind letzlich nicht frei.
Ein Beispiel: Ich hatte ein Coaching mit einer Mutter die nach der „richtigen“ Schule für ihr Kind fragt. Im Verlauf des Gesprächs kommt heraus, dass sie ihr Kind nie auf eine Montessori-Schule schicken würde, denn sie selbst war dort und hat schlechte Erfahrungen gemacht. Wenn Vergangenheit der Antrieb für die Zukunft ist, ist der Blick nicht wirklich frei. Vielleicht wäre diese Montessorischule an ihrem Wohnort mit dieser Lehrerin genau die richtige für ihr Kind? Nicht frei zu sein, sich mit den Zukunft zu verbinden um sich von ihr ziehen zu lassen, sondern sich von der Vergangenheit antreiben zu lassen, verringert die Anzahl an Möglichkeiten der Realität.

Warum Schule verändern?

Ich frage mich oft bei Menschen, die Schule verändern wollen: Von welchem Platz aus tun sie dies? Haben sie schelchte Erfahrungen gemacht und wollen nun vieles verändern oder verbessern, Schule so gestalten, dass sie sich als Kinder dort wohlgefühlt hätten? Oder eben genau anders herum: alles genau so wieder machen wie sie es erlebt haben, und dann verallgemeinern, für andere sei es auch gut.
Universelle Annahmen zu treffen aufgrund von individuellen Erlebnissen macht eng für die Anzahl an Möglichkeiten, die das Leben bietet. Ich denke, ausschließen kann man nicht, dass die Prägungen der Vergangenheit einen Einfluss haben, aber ich glaube, man kann sich bewusster werden, dass es so ist und ein größeres Gewahrsein entwickeln für die inneren Prozesse, die oft unbemerkt verlaufen.

Klassentreffen und Schul-Matrix

Eine interessante Beobachtung mache ich bei „Klassentreffen“. Egal, ob jemand mittlerweile Bankdirektor ist oder Managerin, es dauert nicht lange und alle sind wieder in den „alten“ Rollen, in denen sie viel oder weniger zu sagen hatten, vielleicht Klassenclown waren oder Aussenseiter… Dann haben sich alle wieder in der Schulmatrix niedergelassen. Interessant, wie dauerhaft solche Konstrukte sind…

Was im individuellen gilt, hat auch eine kollektive Komponente. Es gibt in uns allen ein „Bild“ von unserer Schule, das der Ort selbst aufrecht erhält. Wenn ich in eine fremde Schule komme, stellt sich schnell ein „Gefühl“ ein, wie man sich selbst hier als Schülerin fühlt, wie sich hier das Zusammensein gestaltet, was möglich ist an Innovation. Die Informationen im kollektiven Feld sind ein weiterer Faktor, der im Unbewussten die Wahrnehmung von Wirklichkeit beeinflusst.

Beide, Individuen sowie Institutionen, sind auf dem Weg in eine bewusstere Gestaltung von Lehren und Lernen auf die Gewahrwerdung der im Unbewussten ablaufenden Prozesse angewiesen, und auf Räume, in denen das geschehen kann.

Mit dem Bewusstsein von gestern können wir nicht die Gesellschaft von morgen gestalten – und auch nicht die Schulen.

Schuldecodierungs Workshop

Eine Möglichkeit, den eigenen und kollektiven Schulnarben Aufmerksamkeit zu schenken, und alte Muster gehen zu lassen, ist unser Schul-Decodierungsworkshop, vom 2.-4.12.2016, in der Gemeinschaft und Zukunftswerkstatt Schloss Tempelhof, bei Crailsheim. (zur Anmeldung)

Verantwortung

Die Tatsache, dass gerade die Schulzeit wie keine andere Zeit prägend ist für das Leben der jungen Menschen, und Aussagen, Beschämungen und Kritik sich besonders tief einprägen in die „Schutzbefohlenen“, birgt eine große Verantwortung. Dass in Schulen in Zukunft der Raum für die Möglichkeiten weit offen sein kann, impliziert eine LehrerBildung, die das integriert.

Das wünsche ich mir für die Zukunft, Lehrer, Lernbegleiter und Eltern , die sich dieser Herausforderung bewusst sind und die sich um ihre „Schulnarben“ gut gekümmert haben.

2 Kommentare

Eingeordnet unter Uncategorized

Gewinner des Kartensets zur Potenzialentfaltung

 

Herzlichen Glückwunsch!

kartenset

 

IMG_1248Bei unserem Gewinnspiele gab es drei glückliche Gewinnerinnen:

Meike Ohlsen aus Lüneburg

Silke Wegener aus Drage

Petra Wolfram aus Holzhausen

Die Päckchen machen sich noch diese Woche auf den Weg!

Die Kartensets  können nun auch ganz regulär über unseren Online-Shop bestellt werden

Ich arbeite mit wachsender Begeisterung damit und es engten immer neue Ideen des Einsatzes. Bald werde ich ein Seminar zu den Einsatzmöglichkeiten anbieten. Näheres wie immer auf der Homepage der LernKulturZeit.

Viele Grüße und viel Freude mit den Karten!

Silke

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Uncategorized

Abschluss der dritten LernkulturZeit – Zertifizierung der Lernkultur-Coaches für Potentialentfaltung

abschlussAm 5.6.2016 schloss die dritte LernKulturZeit Jahresgruppe mit der Zertifizierung zum LernKultur-Coach für Potentialentfaltung ab. Das Prüfungswochenende fand in Schloss Tempelhof statt mit Prof. Angelika Ehrhardt von der Hochschule   RheinMain in Wiesbaden und Susanne Ahlendorf, die die Gruppe in zwei Modulen begleitet hat.Und natürlich war ich auch dabei!

zur Vorbereitung hatten alls Teilnehmenden ihre eigenen Erfahrungen als Coach, die sie in dem Jahr gesammelt hatten in einer schriftliche Reflexion nieder geschrieben. Im Prüfungsgespräch gab es Rückmeldungen dazu und ein große Portion Selbststärkung der angehenden Coaches.

 

 

Zitat aus einer Abschlussarbeit

„… und was ich noch zu sagen habe.

Ich bin jetzt am Ende meiner Abschlussarbeit zur Ausbildung zum Lernkultur-Coach und habe das dringende Bedürfnis, über meine Zeit in der Ausbildung zu schreiben, weil diese Zeit so schwerwiegende Veränderungen in mein Leben gebracht hat, die dazu führen, dass alles in meinem Leben leichter auf dem Weg zu transportieren ist.

Was mir alles selbstverständlich und bekannt war und was wir während der Ausbildungsmodule weiterhin ständig übten, war das Meditieren am Morgen, das aufmerksame Zuhören wie Momo es kann, die Achtsamkeitsübungen, das Verstehen von Zusammen­hängen in ganzheitlicher Weise, ebenso wie prozesshaftes Denken, intuitives Fühlen und Bilderleben.

Die Tatsache, dass ich dies über Tage hinweg üben konnte, und zwar in Bezug auf mich, meine eigene Entwicklung und meine Potenziale, veränderte automatisch meine Außen- und Arbeitswelt.“

Am Freitagleitlinien erarbeitet die Gruppe gemeinsam mit Angelika in einem Kaskadenprozess ihre Leitlinien für ihre Art des Coachings, die sie in der Präsentation am Samstag elegant und witzig in eine Talkshow verpackt haben.

talk1

talk2

 

 

 

 

 

 

 

Mich erwartete am Samstag auch eine Überraschung. Als gemeinsame Aufgabe für das Kolloquium erarbeitete die Gruppe mit mir ein Mottoziel und präsentierte damit uns vom Team und den anwesenden Gästen ihre Methodenkompetenz.

motto1

Die Zertifikate haben sie sich alle wohl verdient.

Beim anschließenden Come together hatten sich die Teilnehmerinnen eine kleine Einheit aus der „LernKulturZeit“ einfallen lassen, um etwas von unserem Miteinander innerhalb der Weiterbildung transparent zu machen.dinner

Das Candlelight Dinner danach war einfach klasse, und die Köche vom Tempelhof haben sich ordentlich ins Zeug gelegt!

 

Am Lagerfeuer klang das Fest aus, zu Gitarrenklängen einer Besucherin. Der Sonntag stand im Zeichen der Dankbarkeit und des Abschlusses und hat diese intensive Zeit, die wir miteinander hatten auf eine gute Weise beendet und Raum gelassen, so dass neue Formen des miteinander aktiv seins in der Welt entstehen können.

menuWas mich an dieser „Prüfung“ begeistert hat, war die Art und Weise wie sie abgelaufen ist. Angelika Ehrhardt hat eine Art mit solchen Prüfungssituationen umzugehen, die für mich zu einer Essenz und zum Sinn von solchen Abschlüssen zurückführen: Stärkend für die Teilnehmenden, eine Bereicherung, eine Initiation in den Berufsstand eines Coaches. Angelika drückte es so aus: Jetzt habt ihr den Führerschein. Die Sicherheit und Souveränität kommt mit der Fahrpraxis.

Es war ein schöre Abschluss einer reichen Zeit. Danke an alle Beteiligten und ich bleibe mit meinem Motto und bin gespannt auf weiteres…

 

motto2

Möge auch der neue Jahrgang mit ähnlichen Aussagen wie dieser von Teilnehmenden enden.

Die neue Weiterbildung beginnt bald. Neu in diesem Jahr ist, dass man zu allen Modulen hinzukommen kann. Und wer sich noch unschlüssig ist, ob das Jahrestraining das Richtige ist, kann das erste Hauptmodul nutzen, um hinein zu schnuppern (vom 22. -25.7.2016 in Schlehdorf, im KlosterGut.)

Ich habe das Gefühl, das Jahr LernKulturZeit war wie ein Einstieg mit vielfältigem Input, für mich geprägt von vielen Anstößen, mich und mein Leben neu zu denken, zu fühlen und neu zu handeln. Ja, wie ein Jahr Einzelcoaching für mich und mit mir, ich habe mir eine ganze Reihe neuer Handlungskompetenzen erworben. Konnte Altes loslassen und mir erlauben, auszuprobieren, bei all den tollen Methoden auch kritisch zu bleiben, abzuwägen was für mich dran ist.

Das ist eine wahnsinnige Bereicherung!

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Uncategorized

I´m an Evoneer! SIRCle und die Folgen…

sircle

Zum Abschluss meiner Zeit in Findhorn war ich 5 Tage im SIRCle Pilot Training, the journey of the Evoneer. Ich habe ein wunderbares Projekt ein paar Schritte weiter voran gebracht, mehr mag ich dazu noch nicht verraten…

Wie vieles was ich hier kennen gelernt habe, war es leicht und freudvoll. Die Welt retten hat auf einmal Spaß gemacht. Weil niemand darin alleine ist. Weil die Gruppenintelligenz Raum bekommt. Weil Menschen hier offen sind für kleine Wunder – und sie geschehen.

IIMG_0727n meiner Zeit hier hatte ich Gelegenheit, tiefer in die Gemeinschaft einzutauchen und einige der
Prinzipien kennen zu lernen. Ich bewege mich durch die LernKulturZeit viel in Gemeinschaften und Ökodörfern, weil ich diese Orte extrem inspirierend finde. Für mich sind es potenzielle Universitäten der Zukunft, die relevantes Wissen für  die globale Gesellschaft bereit halten.

In Findhorn zu sein ist wie wenn man durch den Wald geht und plötzlich vor einem riesigen Mutterbaum steht. Die Mutter der Gemeinschaften. Viele Samen sind von ihr ausgegangen, in die ganze Welt, sie hat viele weitere kleine Gemeinschaften und Unternehmen in der Nähe genährt, bis sie sich selbstständig gemacht haben. Das Potential von Achtsamkeit, heiterer Gelassenheit und Vertrauen in Gott macht Findhorn zu einem Ort, wo man so langsam glauben mag, dass eine andere Welt möglich ist.

Natürlich weiß ich, dass das Leben hier in einer Blase ist, und natürlich ist hier nicht alles super. Ich hatte viel Gelegenheiten hinter die Kulissen zu blicken. Zum Beispiel bei einem wunderbaren Workshop, an dem ich teilnehmen durfte, über Transformational change… Aber der Geschmack bleibt!

Die Zeit hier hat mich berührt. Sie hat mich wieder mit meinem Potenzial, meinem Glauben an die Sache und mit meiner Freude in Kontakt gebracht. Eine wirkliches Empowerment durch Unterstützung und good will and god will.
Dafür bin ich sehr dankbar.

Vielleicht stimmt es ja, dass man beim Welt retten Spaß haben darf😉

Die Veränderung des Bildungssystems darf gerne mit einer gehörige Menge an Freude geschehen. Dabei geht nichts an Tiefe verloren, im Gegenteil.

Vieles von dem, was ich hier mitnehme, wird in meine Arbeit fließen. Die Elemente aus dem Workshop mit Chris Alder zu Transformational Change als eine Kombination aus Theorie U und integralem Coaching waren sehr unterstützend. Diese und die Evoneer-Methode Projekte in die Welt zu bringen, werden gleich in die kommende LernKulturZeit- Jahresgruppe einfließen, und damit kommt diese Arbeit auch nach Deutschland!
Die weiteren SIRCle-Pilotprojekte finden in 8 verschiedenen europäischen Staaten statt, ein Blick auf die Webseite lohnt sich!

Großen Spaß haben mir die verschiedenen Energizer und Spiele gemacht und ich werde sie  gleich ausprobieren. Beim kommenden Sommerfest der LernKulturZeit möchte ich dazu einen Workshop anbieten.

Jetzt bleiben mir noch drei Tage, um von diesem Platz Abschied zu nehmen, und hoffentlich einen Ausflug in die Highlands zu machen! Ein Highlight in den Highlands zum Abschluss! Ich komme sicher wieder, Findhorn wird einer der Orte werden für das Global Teacher Training!

Und meine Engelkarte für heute? Willingness!

„Der Weg von einer Zukunfts-Vision bis zu ihrer Umsetzung heißt Commitment!“

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Uncategorized

Der Wert von Bildung

Ich habe gerade zwei völlig unterschiedliche Artikel gelesen

Im ersten geht es darum, wie der Pakistanische Feuerwehrmann Mohammed Ayub in seiner Freizeit Wissenshungrige Kinder unterrichtet, damit sie eine Zukunft haben

Im zweiten darum, dass im Internationalen Vergleich deutsche Kinder am wenigsten gerne zur Schule gehen. Das hat eine Studie ergeben.

Anscheinend verrückte Zeiten, wo wir nicht mehr wertschätzen, was wir geschenkt bekommen (freier Zugang zur Bildung, nicht arbeiten müssen und zur Schule gehen) was andere Kinder in anderen Ländern sich hart erarbeiten müssen.

Die Zeiten in Deutschland sind vorbei, wo ein guter Schulabschluss glücklich macht, weil er die Wahrscheinlichkeit auf ein besseres Leben erheblich erhöht. Wir brauchen eine andere Art von Bildung, die an die Bedürfnisse und den Entwicklungsstand unserer Kinder, unserer Gesellschaft angepasst ist. Damit müssen wir auch unsere Strukturen verändern, damit wieder Kohärenz besteht zwischen den was wir innen fühlen und dem was wir im Aussen tun.

Schulen der Zukunft sind Orte, wo man sein muss! 

Weil es hier um Zukunftsrelevante Dinge geht, die wichtig sind, weil hier absolut wertvolles Wissen und Verhalten eingeübt wird, weil hier Inspiration stattfindet, weil es Begleitung gibt in der eigenen Potenzialentfaltung, weil Freundschaften entstehen, weil es um Leistung geht, um das ausprobieren der eigenen Kräfte, weil man hier Gemeinschaft erfährt und Halt, weil man hier lernt der zu sein, der man ist.

Das sieht in Pakistan anders aus als in Deutschland. Ich möchte es erforschen für unsere Gesellschaft. Das dringlichste hier bei uns ist die Frage, wie wir in Zukunft noch auf unserer gemeinsamen Heimat, der Erde, miteinander existieren können. Antworten darauf zu finden, sich von Beispielen inspirieren zu lassen, sind bedeutungsvolle Lerninhalte für die Gestalter der Zukunft. Dem Lernen die Bedeutung zurück geben, und Lehrern den Wert ihrer Berufung.

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Uncategorized