Verbindung, unsere Basis

Die vier V in der Schule: Vertrauen, Verbindung, Veränderung, Verantwortung

Meine „Schulzeit“ neigt sich dem Ende zu, nächste Woche habe ich noch zwei offizielle Schultage, dann beginnt meine Beurlaubung. In der ich alles andere tun werde, nur nicht in Urlaub gehen 🙂

Seit letzter Woche bin ich mit dem Gefühl der Trauer verbunden, meine Schüler, die mir jetzt seit eineinhalb Jahren ans Herz gewachsen sind, zu verlassen,

Eigentlich tue ich das, was ich nicht tun sollte. Gegen die Anonymität an so einer großen Schule wie der meinigen ist es wichtig, mit Schülern Beziehungen aufzubauen, die dauerhaft sind. Das ist die Basis, auf der Veränderungen stattfinden können. Und stattgefunden haben.

Jetzt habe ich diese Verbindung, wir vertrauen uns und lernen findet in gelöster Atmosphäre statt. Und Schüler öffnen sich. Deshalb tut es mir weh, jetzt zu gehen, es fühlt sich von einer Sichtweise an wie ein „im Stich lassen“. Und ich kann das Bedauern in den Blicken einiger Schüler sehen und lasse zu, wie es mich berührt. Trauern heißt gerade loslassen. Und es gibt eine andere Stimme in mir, die sagt, dass dieses Loslassen wichtig ist. Und dass ich alleine nicht alle Schüler an mich binden kann und ich alleine nicht für mehr Verbindung zuständig bin. Ich sehe auch, wie der äußere Rahmen diese Herstellung der Verbindung schwierig macht durch das zeitlich enge Korsett, ich sehe auch, wie das Bewusstsein für die Wichtigkeit dieser Verbindung bei vielen nicht da ist und in der Ausbildung nicht gefördert wird – oder nicht genügend. Und da möchte ich mich einsetzen, erforschen, ob sich nicht etwas mehr bewegen lässt als an der Stelle, wo ich gerade stehe. Ich spüre Kraft in mir mehr bewegen zu können und nehme die Verantwortung an.

Ich gehe aus der Schule, weil ich die Liebe zu meinen Schülern wieder gut spüren kann. Das mag auf den ersten Blick wie ein Widerspruch erscheinen, ist es für mich aber nicht mehr.

Ein anderer Weg wäre vor Ort zu bleiben, einfach das zu leben, von dem ich überzeugt bin, und dann zu sehen, was es für einen Effekt auf die Umwelt hat. Das ist ein neuer Weg. Und das werde ich vielleicht auch wieder tun, aber gerade zieht es mich in eine andere Richtung. Und es ist gut, wenn viele an ihrem Platz sind, vor Ort das leben, wovon sie sprechen. Auch wenn man dabei manchmal alleine ist, vielleicht ein Außenseiter. Und sich die Unterstützung und Anbindung zu holen, die es dazu braucht, z.B. in dieser Gruppe.

Wir möchten euch anbieten, euch mit uns über eine gemeinsame Meditation zu verbinden. Die Idee stammt von Christa aus der Kerngruppe. Hier ist ihr Schreiben an euch:

Liebe Bewusstseinsforscher im Raum Schule, liebe Evolutionäre!

Mir ist es ein Anliegen, unsere Gruppe auch durch Meditation zu spüren, eine gemeinsame Kraft zu fördern, indem wir uns am Größeren angebunden fühlen und uns auch als Forschungsgruppe verbunden fühlen.

Ich stelle mir vor, dass jeder in seiner Meditationspraxis eine Stelle auswählt, wo er einen besonderen Focus auf die Gruppe richtet. Mir ist es hilfreich, wenn ich von diesem Angebundensein erfahre.

Mit den besten Wünschen für eine inspirierende Zeit, für ein kreatives und kraftvolles Weben an unserm Gitternetz, für viele gute Stunden

Christa (cravot@gmx.net)

Als gemeinsamer Zeitpunkt für eine Meditation haben wir in unserer Gruppe Donnnerstags, 18 Uhr vereinbart. Wer möchte, kommt gerne hinzu, oder sucht einen anderen Zeitraum aus für sich. Gerne könnt ihr auch Kontakt mit Christa aufnehmen. Oder euch bei mein.weltinnenraum.de in der Diskussion darüber oder über die anderen Inspirationen austauschen

Ich wünsche euch Zeiten der Verbundenheit

Evolutionäre Grüße

Silke

Und hier noch ein paar Hinweise:

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Unser Gehirn und das „Ich“

hier habe ich ein interessantes und schönes Video für euch, ein Vortrag von einer Hirnforscherin (Dr. Jill Bolte Taylor), die einen Schlaganfall erlebt und sich bewusst wird wie unser Gehirn uns vom Gefühl des Einssein mit allem trennt und das „Ich“ erzeugt.

http://www.youtube.com/watch?v=UyyjU8fzEYU

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Was passiert, wenn jemand den Unterschied zwischen Lernen und Spielen nicht kennt

André Stern ist ein Mann, der nie zur Schule ging, er gibt hier ein Interview im Schweizer Fernsehen. Er sagt immer, dass sein Fall nicht als Beispiel für andere herangezogen werden kann, weil seine Bedingungen einfach optimal waren. Es ist trotzdem einfach faszinierend, diesen Menschen zu beobachten , dessen Lerneifer und Interesse  nie durch Fremdbestimmung in Disharmonie geriet. Die Querdenker von heute sind die Kulturgestalter von morgen.

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=3efd5bf5-a76b-4f49-b726-cd352702ac03

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Wir sind die, auf die wir gewartet haben.

Leid entsteht, wenn ich andere davon überzeugen will, das zu tun, was aus meiner Sicht „das Richtige“ ist. Das ist der alte Weg, der neue ist, mich zu verändern und damit die Welt um mich herum. D.h, wenn mir Frieden wichtig ist, dann lebe ich friedvoll und inspiriere damit andere. Gleichzeitig ist es wichtig, das eigene Bewusstsein auf ein höheres Level zu heben (spirituelle Praxis). Es gibt überall auf der Welt immer wachere Menschen, die gerade beginnen, sich zusammen zu schließen – unser Lehrernetzwerk ist ein Beispiel von vielen.

http://dotsub.com/view/2fb38dc0-489b-42bc-b2d6-9accd85eafb8

(eines von drei Videos, etwas hektisch und amerikanisch, aber gut)

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