Neues Lernen mit neuen Medien

Liebe Schulevolutionäre,

wenn wir uns über die Zukunft des Lernens unterhalten, müssen wir auch die neuen Medien mit einbeziehen.

(Hier ein Beispiel was es heißt, in Zukunft mit diesen Medien zu lernen, ein offener Kurs, jeder kann mitmachen, bitte weiter sagen, www.opencourse2011.de )

Was unterscheidet unsere Schüler von uns? Viel, klar. Aber in Bezug auf die neuen, ich meine hier digitale Medien, hat schon Prensky von digital native´s und immigrants gesprochen (http://www.marcprensky.com/writing/prensky%20-%20digital%20natives,%20digital%20immigrants%20-%20part1.pdf )

Wir gehören zu letzteren 🙂

Aber was heißt das?

Wir sind die linearen Typen, WebKids sind mehr horizontal, haben am PC 4 Fenster auf einmal offen, vernetzen Informationen, lesen Seiten quer statt durch, müssen überhaupt viel mehr Information auf einmal verarbeiten und sie tun das in einer irren Geschwindigkeit. Sie sind damit aufgewachsen. Sie haben eine schnellere Energie als viele von „uns“.

Die Strategien und Inhalte, die wir für uns erarbeitet haben und die für uns sinnvoll waren, sind es heute vielleicht nicht mehr, Schüler von heute z.B. lesen kaum noch 10 Seiten Text am Stück.

Was brauchen unsere Schüler heute wirklich noch? Was entspricht ihrer Art zu lernen

Obwohl es auch Medienwissenschaftler und Pädagogen gibt, die sich gar nicht so sicher sind, dass es diese Web-Genration überhaupt gibt.( http://www.scribd.com/doc/26654237/Gibt-Es-Eine-Net-Generation-Schulmeister)

Und ich will das auch gar nicht bis ins Detail ausdiskutieren. Aber mir geht es darum, die Chancen zu sehen, die die neuen Medien tatsächlich mit sich bringen – die uns vielleicht gar nicht als Chance erscheinen.

Viele Kinder und Jugendliche nutzen Soziale Plattformen, Facebook obenan. Sie vernetzen sich, zeigen, was sie interessieret, manchmal werden hier auch ganz persönliche, private, intime Dinge öffentlich, eine neue Form der Transparenz entsteht. Und eine neue Form von Gemeinschaft. Ich glaube, dass Menschen immer auf der Suche sind nach Gemeinschaft, nach einer Gruppe, die sie so akzeptiert wie sie sind, Gleichgesinnte, mit denen man Gedanken, Wünsche Werte teilen kann, seien das Pfadfinder oder Rechtsradikale. Mit den neuen Medien dehnen sich diese Gemeinschaften global aus. Man trifft sich mit Gleichgesinnten aus vielen Ländern. Und das hat eine enorme Kraft, man muss sich nur mal die Bedeutung von Internet bei den Unruhen in der arabischen Welt verdeutlichen. Noch nie stand ein Werkzeug zur Verfügung, das den Austausch und das Zusammenfinden von so vielen Menschen so leicht gemacht hat..

aktuellstes Beispiel:

http://www.kinder-gegen-atomkraft.de/

Noch eine Reflexion dazu: ich gebe Lehrerfortbildungen zu neuen Medien, und ich stelle immer wieder fest, dass es ein Misstrauen gibt, sich mit den neuen Medien in die Klasse zu wagen… man fühlt sich nicht sicher genug— aber genau da liegt die Chance! Mich mit meiner Unsicherheit zeigen, etwas Neues wagen, wo ich nicht den Ausgang kenne, ein neues Programm (z.B. nicht lineare Präsentationssoftware Prezi (http://Prezi.com )) , Vielleicht genügt es zu wissen,  was das Programm kann (was, das zeigt das Lern-Video) und den Schülern offen zu sagen, dass man nicht weiß, wie das geht – und das kann dann gemeinsam erlernt werden. Dann kann echtes Interesse entstehen. Eine Lern-Gemeinschaft entsteht, zu der jede/r etwas beitragen kann.

Die Schüler warten vor allem nicht darauf, dass der Lehrer sagt, was „Das Richtige“ ist, denn er weiß es auch nicht.

Wie aber kann ich mit dieser Unsicherheit, mit diesem Nicht-Wissen in der Klasse sein? Was macht das mit meinem Selbstbildnis als Lehrer? Mit meiner Distanz (the sage on the stage, wie Prensky sagt), kann ich schon zum „Guide by the side“ werden? Bin ich bereit für den Wechsel des Lernparadigmas?

(Hier ein paar Gedanken dazu: http://prezi.com/s_rnqub0tope/paradigmenwechsel-durch-webquests/)

Es geht nicht darum, immer nur nichts zu wissen und alles mit den Schülern zu erarbeiten. Es spricht nichts dagegen einen Lehrervortrag zu halten,  für ein sinnvolle Sache, wenn ich von Dingen spreche, die mich wirklich begeistern, dann kommt bei den Schülern auch etwas an, dann kann ich sie mit meiner Begeisterung fesseln, dann findet Unterricht statt!

Ich lande immer wieder bei dem Punkt der Verbindung des Lehrers mit dem Schüler, was für mich die absolute Basis darstellt jeglichen Unterricht – und wenn der Kontakt fehlt, dann ist das die Hauptursache, wenn Unterricht nicht stattfindet.

Dazu gilt es, psychosoziale Basiskompetenzen auszubilden! Ich freue mich, bei Susanne Ahlendorf ab  15.April  eine Jahresgruppe für Transparente Kommunikation zu betreuen, die sich mit genau diesen Themen beschäftigt, und an der auch Lehrer bzw. Ausbilder teilnehmen. (es gibt noch wenige freie Plätze, bitte weitersagen!  https://praesenzinderschule.files.wordpress.com/2011/04/tkjahresgruppe2011_.pdf

Ein Curriculum für eine Jahresgruppe für Lehrer im speziellen ist gerade am entstehen und fordert meine Energie und fördert meine Freude.

So, sind das viele Informationen? Ja, wir leben ja im Informationszeitalter 🙂

aber vielleicht wird ja alles bald viel einfacher:

die Zukunft der Computernutzung: wir steuern die Geräte mit Gesten:

http://www.youtube.com/watch?v=Lfso7_i9Ko8

(was zum Schmunzeln)

 

Und wer da schon staunt, der sollte sich das mal ansehen, da kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus – und das ist kein Witz, sondern Technologie von morgen!!! http://www.ted.com/talks/pranav_mistry_the_thrilling_potential_of_sixthsense_technology.html

 

und hier noch ein Link zum Schluss:

 

Rolf Ketan Tepel:

http://www.youtube.com/watch?v=-iYg9H0UOfY

ein Lebenskünstler, der hier von sich erzählt, von seiner Suche nach dem Sinn, seiner Verweigerung der Leistungsgesellschaft.

Sein Leiden an der Schule: junge Männer wollen spätestens ab 14 richtig gefördert werden, und nicht mit Scheinaufgaben beschäftigt werden

 

Nicht vergessen: unsere gemeinsame Meditation

fühlt euch eingeladen jeden Donnerstag von 18 – 18.15 Uhr an einer gemeinsamen Meditation teilzunehmen.Darin wollen wir in der Stille einen gemeinsamen Raum schaffen, um uns für ein Bildungswesen von morgen inspirieren zu lassen.

Inspirierte Grüße (ich fahre morgen zur Vision summit!)

Silke

 

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