Impressionen von der Vision summit 2011

Liebe Schulevolutionäre,

ich leite euch einige Eindrücke von der Vision Summit 2011 weiter.

Don´t wait – innovait

BEcome THE CHANGEmaker

nahezu 1000 inspirierte Menschen, die für den Wandel stehen haben sich am 8. und 9. 4. in Potsdam getroffen. Bildung und Nachhaltigkeit waren zwei Schwerpunktthemen. Ich bin begeistert von den vielen Projekten und den Menschen dahinter. Und für mich ist wieder einmal deutlich geworden: es kommt auf jeden an, der einzelne macht den Unterschied. (z.B. Bibi Russell, „Fashion for development Project“) ExModell, gibt heute nahezu 100000 Menschen in ihrer Heimat Bangladesh Arbeit und trägt ihre Kultur in die Welt, gleichzeitig sorgt sie dafür, dass uraltes Handwerk der Handweber erhalten bleibt)/http://www.styleranking.de/news/designer/designerin-bibi-russell-meine-leute-haben-magische-hande). Ich habe diese Frau erlebt, der Geist, den sie versprüht, die Dankbarkeit, die sie ausdrückt und die Bescheidenheit, mit der sie ihren Award entgegennahm haben mich sehr berührt..

Jede/r kann etwas bewegen. So viele Ideen, die entgegen allen Regeln so erfolgreich sind – zu rulebraekern sollten wir alle werden… so wie der Gründer von Bionade – was hat er sich alles anhören müssen – und ist bei seiner Idee geblieben…

 

Und wenn sich die meisten Menschen dort nicht als spirituell bezeichnen würden – ich hatte das Gefühl, dass die meisten von ihnen an etwas Größeres glauben, an eine größere Kraft angeschlossen sind, etwas, dass diese Menschen dort verbindet. Für einige geht es auch um den Lebensunterhalt und das Gesehen werden, das Ego freut sich über die Bestätigung und Aufmerksamkeit … und doch gibt es im Kern etwas, das Funkeln in den Augen, das Komplizentum, das Aushecken, das sich verbunden anfühlt. Noch nicht immer ganz bewusst – aber das kann sich ja ändern…

Einige der Sprecher haben in bewegenden Reden aber auch diese Seite eingebracht, auch ganz offen über Gott oder das „Gottesreich“ aus Erden gesprochen, das entsteht, wenn sich solche Ideen durchsetzen, wir alle uns für nachhaltige, sozial gerechte und umweltfreundliche Technologe und Lebensweise einsetzen. Der große Wunsch nach Frieden auf der Erde war stark spürbar.

 

Im nächsten Jahr wird der Schwerpunkt der Vision Summit BILDUNG sein. !!! Also, schon mal vormerken!!!

 

Es gab viele Ideen zum Thema nachhaltige Wirtschaft. Blue economy (http://www.blueeconomy.de/) setzt darauf, wie die Natur nur mit dem zu arbeiten, was da ist, nichts auf Pump zu planen und die Kreisläufe zu nutzen, dabei die Produktion so zu getsalten, dass es sowohl den Menschen als auch der Umwelt gut dabei geht. Müll in dem Sinn gibt es dann nicht mehr. Und diese Ideen sind extrem erfolgreich und schaffen Arbeitsplätze, vor allem auch in Strukturschwachen Ländern, Entwicklungsländern.  Aber nicht nur! www.chidos.org. Hier wird Abfall (Kaffeesatz) als Substrat für Edelpilze genutzt. Das Koffein wirkt als Wachstumsverstärker, so dass man in 3-4 Wichen ernten kann. Der mit Pilzmycel durchsetzte Kaffeesatz-Abfall kann nach der Ernte als Eiweißreiches Viehfutter weiterverwendet werden. Das Prinzip ist klar: nutze sog. Abfall, produziere edle Produkte, verwende Nebenprodukte. Diese Geschäftsmodell funktioniert auch in Berlin und ich habe den Jung-Unternehmer kennengelernt. Es befindet sich noch im Versuchsstadium, aber es ist Großes geplant. Mit den Roststoffen sollte es auch nicht knapp sein, man bedenke wie viele Starbucks alleine es in Berlin gibt…

Sehr charismatisch: Gunter Pauli, der wie kein anderer für dieses Konzept der Blue economy steht. (http://www.gunterpauli.com/gunterpauli.com/Welcome.html)

 

und wer weiß, vielleicht haben einige unter euch ja Lust, an den nächsten Projekttagen mit den Schülern Pilze zu züchten, am fehlenden Kaffeesatz sollte es nicht liegen – und bei Chidos kann man nachfragen, wie es geht (oder bei mir). Das ist nachhaltiges Lernen! Und wer weiß, so eine Pilzfabrikation im Keller frischt vielleicht die eine oder andere Klassenkasse auf!

 

Es gab Inputs über den Einfluss der neuen sozialen Medien und Netzwerke, die es zunehmend schwieriger machen Skandale zu vertuschen, und die die Menschen dazu animieren, sich aktiv zu beteiligen, an sozialen Aktionen, an Aufklärungsarbeit (siehe das gemensame Wirken um die Plagiatsaffäre von zu Guttenberg aufzudecken! ). Und diese Bewegung wächst. Einige der Aktiven überlegen, wie man die Menschen noch mehr zur Partizipation anregen kann.

 

Auch das Thema Energienutzung wurde beleuchtet. Es gibt so viele kluge Ideen, unsere natürlichen Ressourcen besser zu nutzen, die Architektur geht neue Wege (z.B., Architekten lernen, wo Süden ist  :-)), Solarzellen werden mittels Spiegeltechnik von beiden Seiten genutzt, Windräder drehen sich in der Horizontale und stehen auf Häuserdächern, … z.B. neues Hauptgebäude der Erdal in Mainz: Mittels Windkraft, Photovoltaik und Geothermie erzeugt unser Neubau mehr Energie, als er für den laufenden Betrieb benötigt.

…z.B.: Der Südbahnhof Pekings kann mittels Solaranlagen Strom für 20000 Chinesen produzieren (http://www.gebaeudedigital.de/index.php?inc=article&token=GES&id=41386&PHPSESSID=7a90bb865cf7782952ee36ed6159dcf7)

…z.B. World Trade Center Bahrain, alternative Windkraft wird in die Architektur als Gestaltungselement eingebaut…

 

 

Und jetzt zur Bildung: 🙂

 

Besonders beeindruckt hat mich der Workshop mit Margret Rasfeld und ihren Schülern, die den größten Teil des Workshops gestaltet haben. Es hat so Spaß gemacht, mit diesen jungen, selbstbewussten Menschen zu sein…

Die Schule : Evangelische Schule Berlin Zentrum

Margret Rasfeld hat den Stundenplan völlig auf den Kopf gestellt (http://www.ev-schule-zentrum.de/fileadmin/zentrum/Texte_PDF_Zentrum/a-Lernarrangements_web.pdf) und erfüllt damit in höchsten Maße den Bildungsauftrag, nämlich junge Menschen zu mündigen Bürgern zu machen! Die Schule engagiert sich für nachhaltige Entwicklung, viele Schülerinnen und Schüler machen bei der Aktion „plant for the planet“ (http://www.plant-for-the-planet.org/) mit. Es gibt das Fach „Verantwortung“, über 2 Jahre beteiligen sich Schüler an einer verantwortungsvollen Aufgabe im Gemeinwesen. In der 8. und 9 Klasse wartet eine besondere Herausforderung, mit Mut in die Welt gehen!: mit 150 € sind die Schüler 3 Wochen außerhalb von Berlin (Gruppen von 3-5), sie machen eine Fahrradtour, oder arbeiten auf dem Bauernhof, etc. Sie müssen sich selbst um alles kümmern, Unterkunft, Verpflegung, Fortbewegung… Im nächsten Jahr geht das Ganze dann ins Ausland. Es gibt viel Projektunterricht, auch in der Oberstufe! Und man staune: im Durchschnitt sind die Schüler im Vergleich zu anderen Schulen ganz weit oben! Es gibt Jahrgangsgemischte Lerngruppen, die auch in Bezug auf ihre Lernvoraussetzungen sehr heterogen sind, manche haben kaum die Hauptschulempfehlung, andere gelten als hochbegabt. Und auch das funktioniert erstaunlich gut, es gibt kein „Sitzenbleiben“. Und Kinder mit ehemaliger Hauptschulempfehlung werden zur gymnasialen Oberstufe zugelassen. Die ganze Schulkultur baut auf Wertschätzung, z.B. in der wöchentlichen Schulversammlung gibt es „Belobigungen“. Das kostet nichts und hat ganz große Effekte auf das Schulklima!

Privatschule? Das Schulgeld ist abhängig vom Einkommen der Eltern und kann auch ganz erlassen werden. Nach dem Einkommen wird erst gefragt, wenn das Kind nach einem Bewerbungsgespräch an der Schule angenommen ist. Es gleicht sich aus.

Hunderte von Schulleitern und Lehrkräfte haben Margret Rasfelds Schule in den letzten Jahren besucht und sich von ihr und ihren Schülern fortbilden lassen. Und haben mit große Augen gefragt: „Darf man das wirklich?“ Sie sind inspiriert wieder gegangen.

Wenn du dich auch inspirieren lassen möchtest:

die nächste Fortbildung findet am 16.5. statt, ich empfehle das sehr!

http://www.ev-schule-zentrum.de/1363.0.html

hier das Feedback eines Teilnehmers:

„ …  Wenn ich mal wieder niedergeschlagen bin, darf ich mich nochmal für die Fortbildung anmelden?“

 

 

Weitere Links und Kontakte zu Projekten:

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Das macht Schule:

»Das macht Schule« bringt über Schüler wieder mehr Eigeninitiative, Selbstverantwortung und Gemeinsinn in die Gesellschaft zurück. Dazu begeistern wir Schüler, ihre Welt selbst zu gestalten.“

Mehr Mut zur Tatkraft

Lust auf Zukunft

http://www.das-macht-schule.net/ueber-uns/idee-und-ansatz

http://www.visionsummit.org/fileadmin/user_upload/Dokumente/doku_das-macht-schule.pdf

Bernd Gebert, der Gründer, und seine Frau sind beide sehr warmherzige offene Menschen.

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sehr viel Resonanz unter den Teilnehmern hatte dieses Projekt:

http://sociallab-koeln.de/

Die Social lab Bildungskette

 

Das SOCIALLAB-KÖLN ist ein Gründungszentrum für außergewöhnliche Social Entrepreneurs und Initiativen im Bereich Schule & Bildung.
Was ist ein Social Entrepreneur? Ein Social Entrepreneur ist eine Person, die ein soziales Problem mit unternehmerischer Energie löst und in einen erfolgsorientierten Prozess mit gesamtgesellschaftlichem Nutzen bringt.
Beispiel: der Nobelpreisträger Muhammad Yunus mit seinen Micro Credits in Bangladesch im Rahmen der Armutsbekämpfung.

Die Gründer unterstützen gerne andere Städte bei der Gründung und Synergienutzung.

Gewaltfrei lernen http://www.gewaltfreilernen.de/

als Teil des Social lab in Köln

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Youth leader

Beispiele aus der ganzen Welt, von Kindern und Jugendlichen, die Verantwortung übernommen haben und erstaunliches zustande bringen, z.B eine Studentin, die ihre Kommilitonen dazu bringen konnte, 5 $ im Semester zu zahlen und damit wurden viele Projekte finanziert, oder , oder, …

ich finde die Geschichten sehr berührend, weil sie zeigen, was junge Menschen in der Welt bewegen können, wenn sie sich einsetzen!

Z.Bsp: Mayerly Sanchez Clavijo has mobilised 2 million children for creating peace zones in civil war torn regions of Colombia, rid neighbourhoods off drug gang violence and end domestic violence.

z.Bsp: Babar Ali must be the youngest headmaster in the world. As he is only 16! He’s a teenager who is in charge of teaching hundreds of students in his family’s backyard, where he runs classes for poor children from his village. The story of this young man from Murshidabad in West Bengal is a remarkable tale of the desire to learn amid the direst poverty…

Eine Information dazu findet man hier:

http://www.youtube.com/watch?v=wiLaSKZl9J4

Die Seite dazu:

http://www.youth-leader.org/

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Ashoka

die Begegnung mit Dennis Hoenig-Ohnsorg hat mich beeindruckt. Einst frustriert von Schule (du bist dumm, du kannst nichts – nicht erkannte Legasthenie) engagiert er sich heute bei Ashoka und verhilft jungen Menschen , die oft aus schwierigen familiären Hintergründen kommen zu eigenen Projekten, unterstützt Sozialunternehmer mit Keinkrediten. Sehr sinnvolle Projekte! Wenn z.B. ein junger Türke in Schulklassen etwas von Drogenmissbrauch erzählt, der seinem Bruder das Leben gekostet hat, ist das eine sehr authentische Botschaft…

http://germany.ashoka.org/

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http://www.utopia.de/magazin/nachhaltigkeit-lehren-lehrerfortbildung-klimawandel-begreifbar-machen

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Nicht vergessen: unsere gemeinsame Meditation

 

fühlt euch eingeladen jeden Donnerstag von 18 – 18.15 Uhr an einer gemeinsamen Meditation teilzunehmen.Darin wollen wir in der Stille einen gemeinsamen Raum schaffen, um uns für ein Bildungswesen von morgen inspirieren zu lassen.

Viele Grüße und ein schönes Aprilwetter!

Silke

 

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