Tätig sein oder heitere Gelassenheit üben?

So steht es um unseren Planeten – Probleme und ihre Lösungen

ein sehr aufschlussreiches Video, Interview mit Jeremy Rifkin!

leider nur in englisch. Das ist eine der besten zusammengefassten Darstellungen die ich kenne, sie zeigt viele Zusammenhänge, absolut hörenswert, gerade auch für Schüler!!

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=m9wM-p8wTq4&gl=DE

Wir sind gefordert, gerade als Lehrerinnen und Lehrer, unseren Schülern ein Bild der Erde zu vermitteln und sie aufzuklären, wie es um unseren Planeten und unsere Zukunft bestellt ist.

Es ist schon erstaunlich, wie wenig diese Themen auch in der Lehrerausbildung einen Platz haben. Und wie wenig angehende Lehrer die aktuellen Geschehnisse kennen:

Auszug aus einem Artikel „Computer im Chemieunterricht- ein kurzer Rück- und Ausblick“ von Bolko Flintjer, aus Chemkon 2011, 18, Nr.2, S. 57 – 58

Statt die Umweltproblematik zu kennen können Lehramtsstudierende alte didaktische Theorie zitieren. Das ist nicht mehr zeitgemäß! Und so sind dann auch die Lehrplaninhalte! So wird das nichts mit dem Ausbilden zu verantwortungsbewussten jungen Menschen!

Eine zukünftige Generation so zu erziehen ist wie Autofahren, wo man permanent in den Rückspiegel schaut – wo das hinführt, kann man sich denken.

und

dann gibt es noch die Gelassenheit

oder wie Osho sagt:

In fact, don’t take anything seriously. You miss the point if you start taking things seriously. Even scriptures have to be taken non-seriously; only then can you understand. Understanding has to be with a deep, relaxed, non-serious, playful attitude. When you become serious you become tense. When you become serious you become closed. When you are playful many things can happen because in playfulness is creativity. In playfulness you can innovate.“

Passt das zusammen? Ist Osho noch zeitgemäß? Playfullness in Anbetracht all der Probleme auf unserem Planeten?

Das ist glaube ich die große Herausforderung in unsrer Zeit. Zu sehen, was es braucht für den nächsten Entwicklungsschritt, in der Unruhe zu sein und trotzdem den Dingen ihren Lauf zu lassen. Mit einer gewissen Hingabe an das Leben zu sein, in heiterer Gelassenheit, ohne die Dinge vom Zaun brechen zu wollen, aber die Zeichen der Zeit erkennen, wann es dran ist zu handeln und das dann auch zu tun.

Oder wie das TAO te King sagt: (Vers 57)

Willst du ein großer Führer werden,
dann musst du lernen dem Tao zu folgen.
Unterlass jeden Versuch Kontrolle auszuüben.
Lass festgelegte Pläne und Konzepte los
und die Welt wird sich selbst regieren.
Je mehr Verbote es gibt,
desto weniger tugendhaft werden die Leute sein .
Je mehr Waffen es gibt,
desto weniger sicher werden die Leute sein.
Je mehr Hilfsgelder es gibt,
desto weniger selbstbewusst werden die Leute sein.
Daher sagt der Meister:
Ich lasse das Recht los
und die Leute werden redlich.
Ich lasse die Wirtschaft los
und die Leute werden wohlhabend.
Ich lasse die Religion los
und die Leute werden heiter und ruhig.
Ich lasse das Verlangen nach dem Allgemeinwohl los
und das Wohl verbreitet sich so allgemein wie das Gras.

Oder im

Vers 43:

Das sanfteste auf der Welt
Überwindet das Härteste auf der Welt.
Was keine Substanz hat,
dringt ein, wo kein Zwischenraum ist.
Dies zeigt den Wert des Nichthandelns.
Belehren ohne Worte,
Vollbringen, ohne zu handeln.
So gehen die Meister vor. 

(Zitiert aus Tao te King – eine zeitgemäße Version für westliche Leser, Steve Mitchell, Peter Kobbe, Goldmann Verlag)

Also was denn nun?

Tätig werden oder Gelassenheit üben?

Ich glaube, es geht darum, den authentischen, evolutionären Impuls durch sich durch fließen zu lassen und dadurch in die Handlung zu gehen.

Das heißt, weniger ein „machen“ als eher ein „sich nicht bremsen“ 🙂

In diesem Sinne: Volldampf voraus!

Inspirierte Zeiten

Silke

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Tao Te Ching – Lao Tzu – chapter 57

Rule a nation with justice.
Wage war with surprise moves.
Become master of the universe without striving.
How do I know that this is so?
Because of this!
The more laws and restrictions there are,
The poorer people become.
The sharper men’s weapons,
The more trouble in the land.
The more ingenious and clever men are,
The more strange things happen.
The more rules and regulations,
The more thieves and robbers.
Therefore the sage says:
I take no action and people are reformed.
I enjoy peace and people become honest.
I do nothing and people become rich.
I have no desires and people return to the good and simple life.

Tao Te Ching – Lao Tzu – chapter 43

The softest thing on the universe
Overcomes the hardest thing in the universe.
That without substance can enter where there is no room.
Hence I know the value of non-action.
Teaching without words and work without doing
Are understood by very few.

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