Der Esel …

Der zehnte Esel

Einst lebte ein indischer Bauer, der zehn Esel hatte, mit denen er seine Felder bestellte. Eines Abends nach einem arbeitsreichen Tag, kam er mit den Eseln nach Hause und band sie an den Pflöcken, die dafür im Hof standen, fest. Nachdem er neun Esel festgebunden hatte, merkte er zu seinem Schrecken, dass er das zehnte Seil verloren hatte, sodass er den letzten Esel nicht festmachen konnte.

Was nun? Da bemerkte er einen Weisen, der unter einem Baum saß. Er fragte den Mann ehrfürchtig um Rat. Dieser dachte einen kurzen Moment nach und antwortete dann: „Das einzige, was du tun musst, ist genau die gleichen Bewegungen zu machen, mit der du den Esel sonst immer festbindest. Tu so, als ob du ihn festmachst, das ist alles.“

Der Bauer tat, wie ihm geheißen, dann ging er mit gemischten Gefühlen ins Haus, halb darauf vertrauend, dass der Rat des Weisen helfen würde und halb mit dem Gedanken, dass der Esel in der Nacht weglaufen würde. Als er aber am folgenden Morgen vor die Tür trat, standen alle Esel brav im Hof, auch der zehnte. Freudig machte der Bauer die neun Esel los und wollte mit ihnen aufs Feld gehen, um zu arbeiten. Zu seiner großen Überraschung weigerte sich der zehnte Esel, auch nur einen Schritt vorwärts zu gehen. Der Bauer zog ihn und schrie, aber das Tier blieb stocksteif stehen.

Da ging der er zu dem Weisen, der noch immer unter dem Baum saß, und fragte ihn, was er tun solle. Der Weise fragte ihn: „Hast du den Esel denn von seinem Pfahl wieder losgebunden?“

„Nein, natürlich nicht“, sagte der Bauer. „Er ist doch gar nicht festgebunden!“ „Aha,“ sagte der Weise mit einem Lächeln, „das weißt du, aber der Esel weiß es nicht, er denkt, dass er noch immer festgebunden ist.“ Daraufhin ging der Bauer zu dem Esel, tat so, als ob er das Seil lösen und es vom Hals des Tieres wegnehmen würde. Kaum hatte er dies getan, lief der Esel brav mit aufs Feld.

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Warum ist in der Geschichte eigentlich ein Esel als Tier ausgewählt?

Stell dir mal vor, der Esel hätte bemerkt, was die Realität ist…

An welchen unsichtbaren Stricken sind unsere Schüler angebunden? Können wir ihnen bewusst machen, dass diese vermeintlichen Stricke nur in ihrem Köpfen existieren?

Und es stellt sich auch die Frage: habe ich dieses Phänomen schon für mich erkannt? An welchem Strick bin ich selbst in meinem Leben angebunden? Wo stehe ich da gerade? Wo trotte ich noch der Herde hinterher, vertraue auf die immer wiederkehrenden Vorgänge und merke nicht, dass sich die Dinge geändert haben?

Wie frei bin ich tatsächlich, wo hält mich „etwas“ ab, nicht das zu machen, was mein Impuls, meine Intuition ist. Wer sagt mir, dass Dinge gehen oder auch nicht? Diesem „etwas“ lohnt es sich auf die Spur zu kommen, und die Gründe aus dem Außen, den vermeintlichen Strick, immer mehr im Innen zu suchen und zu finden, denn nur von dort kann die Befreiung erfolgen!

Am 16. -18. 9. 2011 werden wir uns in Bad Meinberg zum Seminar treffen, siehe hier, um gemeinsam zu forschen, welche Muster uns unfrei machen und tief eintauchen in die Transaprente Kommunikation, und dafür ein Übungsfeld schaffen als Stärkung für den Alltag. Die Teilnahme ist hier für alle Interessierten möglich. Deshalb:  kommt alle uns gebt die Information weiter!

Dieses Thema wird uns auch bei unserem nächsten Wochenende in der Kerngruppe beschäftigen (30.9.-3.10.), hier wollen wir gemeinsam tiefer gehen und die Methoden der Transparenten Kommunikation und uns als Spiegel nutzen, diesen Fragen nachzugehen.

Liebe Grüße

Silke

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Der Esel …

  1. Realität entsteht gewiss im Kopf. Nur wie viele Menschen nehmen sich heutzutage die Zeit zur Gestaltung ihrer eigenen Wünsche.
    Eine sehr schöne Geschichte. Danke.

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