Das Lernen hochhalten – oder wie Lernen gelingt

Wenn Lernen ansteckt und begeistert – 

dann gehen alle im Anschluss inspiriert nach hause, statt müde und erschöpft…

Was sind die Grundlagen dafür?

Wer bei Falko Peschel nachliest (Offener Unterricht in der Evaluation, Schneider Verlag Hohengehren 2006), dem das in einem Schulversuch mit offenem Unterricht gelungen ist, findet Aussagen, wann Lernen Erfolg hat und wie es geht, dass das „Lernen hochhalten“ funktioniert, nämlich weg von einem „Kanon unbedingt zu thematisierender Inhalte“ hin zu„Rückmeldungen, die primär dazu dienen, den jeweiligen Inhalt und das Interesse des Kindes an diesem als wichtig anzusehen“

an andere Stelle schreibt er (S. 902): (…) ich, der ich  mittlerweile die meisten Probleme von Lehrern nicht mehr nachvollziehen kann, weil ich sie zu oft als hausgemacht erlebt habe und selbst erfahren habe, wie schön und einfach Schule – auch mit noch so „schwierigen“ Schülern sein kann, wenn man statt des Versteckens hinter irgendwelchen methodisch-didaktischen Rezepten die Lernverantwortung einfach vertrauensvoll (wieder) den Kindern übergibt – und sie ehrlich und konsequent als eigenständige Menschen ernst nimmt.“

Auf S. 904 schreibt er: „ich habe selbst erfahren, dass eine Erziehung zum autonomen Lernen Menschen hervorbringt, die nicht nur den gängigen Lehrplaninhalten weit voraus sind, sondern auch Menschen, die sich sehr für die Belange anderer bzw. die Gemeinschaft einsetzen.“

Gelingendes Lernen hat er erlebt, und stellt Vermutungen an:

„ Es hat vermutlich mit der radikalen Öffnung der Fächer zu den Kindern zu tun; es hat mit der ehrlichen Beziehung zu tun, die uns eine echte Gemeinschaft hat werden lassen; es hat etwas damit zu tun, dass alle authentisch agieren, „sie selbst“ sein konnten; und nicht zuletzt hat es etwas damit zu tun, dass wir alle – einschließlich dem Lehrer – die meiste Zeit unser Lernen als höchst spannend, herausfordernd, ansteckend und sinngebend empfunden haben“

 

Das habe ich auch empfunden am letzten Wochenende als das erste Modul unseres Kurses an der RWTH Aachen stattgefunden hat.

http://www.klimageo.rwth-aachen.de/index.php?id=1239

Mit forschen, fragen – und Fragen offen lassen! Raum geben für das Nicht-Wissen, das uns immer wieder einlädt, wach zu bleiben und neugierig. Und in einem gemeinsamen Prozess mit den Studierenden zu sein. Ein Wochenende mit viel Freude und autonomen Lernen… wir sind gespannt wie es weiter geht…

 

 

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