Schulentwicklung von der Zukunft gedacht – Resumee 2012 und Ausblick

Eine ereignisreiches und volles Jahr war 2012. Und mein Gefühl ist, es hat sich etwas verändert… Ein Blick zurück:

Schule passt im Moment Schüler an das etablierte System an. Damit sie bestehen können. Damit auch sie durchkommen.

Wollen wir das wirklich? Durchkommen, irgendwie? Unsere Zeit absitzen? Und eine endlose Wiederholung von Durchkommern und Aushaltern sein, denen man sagt, wo es lang geht, die keine Verantwortung übernehemn für das was um sie heraum, aber vor allem mit ihnen selbst geschieht! Unsere Erde braucht etwas anderes. Und wir auch.

Die Transformation im Bildungssystem hat längst schon begonnen und ist auch nicht aufzuhalten. Wir können sie weder machen noch verhindern! Juhuu! 🙂 Entspannen, zurücklegen.

Es liegt jetzt an uns, die Augen aufzumachen, für all das, was es Gutes gibt, im Alten und im Neuen, Zeit aufzuräumen und zu sortieren, die Impulse von außen und von der nächsten Generation aufzunehmen und sich für den Wandel zu öffnen, innerlich und äußerlich Platz zu schaffen. Dass der Wandel stattfindet ist keine Frage, es kommt darauf an, wie wir ihn unterstützen können und uns darin wieder neu finden können. Dazu muss altes losgelassen werden und das fällt nicht leicht, weil wir die Alternativen nicht kennen oder uns nicht vorstellen können. Es gibt sicherlich ein paar Scherben. Aber das sollte es  uns wert sein für eine lebendige Lernkultur des Miteinanders.

Mir ist auf dem Celebrate Life Festival in diesem Sommer bewusst geworden: Wirkliche Innovation kommt nicht aus dem System heraus. Neue Impulse habe ich vor allem von Menschen erfahren, die weder Lehrer noch Schüler im klassischen System waren und oft sehr außergewöhnliche Biografien haben. Die Erlebnisse in anderen Ländern, von denen Bea Beste berichtet hat, die neuen LernOrte in Gemeinschaften, die Kosha Joubert vorgestellt hat, die Freie Schule in Tamera mit ihren großartigen Projekten, die Oskar Eckmann lebendig werden ließ… Es gibt so viele Beispiele gelingenden Lernens und Alternativen, die es wert sind, gezeigt zu werden, als Ermutigung für andere. So wie das bei den offenen Abenden von Lernkulturzeit immer wieder passiert (z.B. Gertrud Graf mit dem mehrsprachigen Kassenzimmer, Friederike Sommerfeld mit dem grünen Klassenzimmer).

Und eine wachsende Gruppe von Menschen haben das Glück unter anderen Umständen zu leben und zu  lernen. Diese jungen Menchen wollen ihre Erfahrungen gerne teilen.  Eine Initiative junger Menschen ist in Zusammenarbeit mit der Sinn-Stiftung und der Zeitschrift oya dabei, Geschichten zu sammeln von neuen Lernwegen (www.bildungs-buffet.eu)

Eine andere Gruppe möchte eine Broschüre antwerfen, die Schulabgänger in die Hand bekommen und die alternative Bildungswege aufzeigt. Die Liste von Beispielen der Veränderung und Bewegung ist lang. Und macht Mut, gerade wenn man manchmal denkt, ich bin alleine und es ändert sich nie etwas…

Kinder glauben noch an ihre Träume und können uns erinnern, dass wir das auch getan haben, als wir noch nicht wussten, dass es nicht geht. Stimmt das? Ich denke, es ist wichtig, dass wir uns an unsere Träume erinnern und wieder auf die innere Stimme hören. Ein anderes Leben und Lernen in Schule und in anderen Kontexten ist möglich. Das macht Hoffnung auf eine Zukunft, wo Kinder die Umgebung erhalten, die für ihre Entfaltung so förderlich ist, dass sich ihre Potenziale voll entwickeln können und sie den für sie optimalen Platz im Leben finden, wo sie einen Teil zur gesellschaftlichen Entwicklung beitragen können.

„Zukunft fängt dann an, wenn morgen nicht die Wiederholung von heute ist“

Thomas Hübl

Das heißt, wenn wir uns bewusst werden, was uns heute als veränderungswürdig erscheint sind wir in der Lage Dinge zu verändern. Dabei unterstützen wir uns gegenseitig. Denn Potenzialentfaltung kann nur in Beziehung stattfinden. Und dazu kann jeder einen Beitrag leisten.

Wie es weiter geht?

Trainings für Lehrer zum Thema Zukunftskompetenzen nehmen eine andere Färbung ein, es geht weniger darum Menschen dazu zu bewegen, den Wandel im System zu MACHEN, sondern vielmehr darum, Stabilität in die Umstrukturierung zu bringen, also wie kann sich der Einzelne auf die Veränderung vorbereiten und darin SEIN, damit er oder sie nicht davon weggespült wird. Dass viele von den veränderten Situationen überfordert sind zeigt allein schon die Tatsache der hohen Burnout-Rate bei Lehrern.

In der Gruppe Bildung und Bewusstsein sind aus der Arbeit der letzten 3 Jahre verschiedene Angebote entstanden, in die die Erfahrungen des diesjährigen Celebrate Life Festivals entscheidend einfließen:

LernKulturZeit – Mein JA!hr für eine Lernkultur der Potenzialentfaltung, ein Pionierprojekt für Menschen, die aktiv am Wandel beteiligt sein wollen, in Kooperation mit der Sinn-Stiftung, der Academy of Inner Science und der European Academy of Healing Arts: http://lernkulturzeit.wordpress.com

Integrale GFK, Ansprechpartner Andrea Lohmann.

Und wo geht es für dich hin?

Eine Wunder-Volles 2013 für alle Schulevolutionäre!

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