Potenzialentfaltung – wie geht das? Diese Kinder zeigen es uns…oder?

Zeigen uns diese Kinder, wie es geht sein volles Potenzial zu entfalten

Beispiel 1: Botlhale, 11 Jahre alt, Gewinnerin von SA got talent 2012

sie zeigt zu Beginn der Talentshow South Africa got talent wie sie Gedichte performen kann.

Our greatest fear, by Marianne Williamson

Original:

“Our deepest fear is not that we are inadequate. Our deepest fear is that we are powerful beyond measure. It is our light, not our darkness that most frightens us. We ask ourselves, Who am I to be brilliant, gorgeous, talented, fabulous? Actually, who are you not to be? You are a child of God. Your playing small does not serve the world. There is nothing enlightened about shrinking so that other people won’t feel insecure around you. We are all meant to shine, as children do. We were born to make manifest the glory of God that is within us. It’s not just in some of us; it’s in everyone. And as we let our own light shine, we unconsciously give other people permission to do the same. As we are liberated from our own fear, our presence automatically liberates others.

Nelson Mandela, hat ein Zitat dieses Gedichtes in seiner Antrittsrede 1994 benutzt:

Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind,
unsere tiefgreifendste Angst ist,
über das Meßbare hinaus kraftvoll zu sein.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit,
die uns am meisten Angst macht.

Aber wie kommt es nach außen, unser Licht im Inneren? Wie kann sich unser volles Potenzial entfalten, in jedem von uns?

Diese Kinder können uns vielleicht einen Hinweis geben. Sie alle zeigen große Talente. Wie kommen sie zum Vorschein?

Selbstbewusst sagt die junge Bothlale, sie habe ihre Mutter und ihre Verwandten dazu gebracht, sie zu unterstützen. Und sie sagt über sich, „My greatest ambition is to ‘change the world’.“

Ihre Mutter, sagt sie, sei ihr Mentor gewesen und ihre Mutter sagt über sie, sie sei schon immer zu den Künsten hingezogen gewesen.

Der Premier Modise äußert zu ihrem Sieg

„As we celebrate Botlhale and thank all the viewers who voted for her, we should salute her single mother for teaching her to believe in herself and for encouraging her reach for the sky. In her we have a special mother with a special child. “

Was ist das spezielle, an der Mutter und ihrem Kind?

Ist es denn wirklich etwas spezielles, wenn man sein Kind unterstützt und ermutigt nach den Sternen zu greifen und tatsächlich groß zu werden, vielleicht größer als man selbst?

Beispiel 2: Ben Underwood, der blinde Junge, der sich durch Klicklaute orientiert

Mit zwei Jahren hat er sein Augenlicht verloren durch Krebs. Seine Mutter hat ihn nie geschont, oder bedauert. „Niemand soll meinem Sohn sagen, dass er etwas nicht erreichen kann. Er ist blind, na und? Deshalb ist er noch lange nicht behindert.“

Ben lernt sich durch Klicklaute in seiner Umwelt zu orientieren, ähnlich wie Delphine und kann so viel mehr am sozialen Leben der anderen Jugendlichen teilhaben, fährt sogar Inlinescates . Er inspiriert viele Menschen. Im Alter von 16 stirbt er 2009. Der Krebs kam zurück. Seine gute Laune hat er bis zuletzt nicht verloren, und sich mehr Gedanken darüber gemacht, wie es seiner zurückbleibenden Mutter geht ohne ihn, als wie es ihm geht.

Beispiel 3: Adora Svitak – eine junge Autorin, die im Alter von 9 Jahren ihr erstes Buch veröffentlicht

Wunderkind Adora Svitak sagt die Welt braucht „kindisches“ denken: wagemutige Ideen, wilde Kreativität und speziell Optimismus. Die großen Träume von Kindern verdienen hohe Erwartungen, sagt sie, beginnend mit der Bereitschaft von Erwachsenen genau so viel von Kindern lernen wie sie lehren.

Mit 4 beginnt sie zu schreiben und liebt es, 6 Jahren schreibt sie Blogs, publiziert in Zeitungen. Sie dankt ihrer Mutter, dass sie unterstützt wurde. Sie hat ihr mit 6 Jahren einen eigenen Computer gekauft.

Sie sagt: was Kinder brauchen, sind Herausforderungen, und Menschen, die Erwartungen an sie stellen. Wenn die Erwartungen sinken, passen sich Kinder an. Ihre Eltern, sagt sie, hätten immer hohe Erwartungen an sie gehabt. Und sie schon früh mit Literatur und Naturwissenschaften konfrontiert.

Was wäre, wenn diese Mutter gesagt hätte: Hör mal, zu bist noch zu jung, oder: heb dir das für die Schule auf, sonst wird dir dort langweilig.

?

Beispiel 4: Jacob Barnett – ein -ehemals?- autistischer Junge stellt eine neue Physikalische Theorie auf
Jacob hat das Asperger-Syndrom, ein abgeschwächte Form von Autismus, Folgen des Syndroms: Schwächen in der sozialen Interaktion.  Aber: das Gehirn des Kindes wächst ungewöhnlich schnell. Nachdem Jacobs Eltern die Diagnose erhalten hatten, förderten sie ihren Jungen, so gut sie konnten, denn bis 3-jährig sprach er nicht. Jetzt sind sie sehr stolz auf ihn…
Jacob fordert in seiner Rede bei TED zu Nicht-Wissen auf, das Wissen vergessen, zu denken beginnen, und aktiv werden, das Problem kann nur subjektiv gelöst werden, im Subjekt

Beispiel 5: Jack Andraka gewinnt den Top Award der Intel ISEF 

Schon als Dreijähriger war Jack zum Tüftler geworden. Die Eltern hatten ihm und seinem älteren Bruder einen Spielzeugbach geschenkt, gefüllt mit echtem Wasser, und die Jungs ließen alles hinein fallen, was sie in die Hände bekamen. Warum schwamm der eine Gegenstand, während der andere unterging? Der Vater, ein Bauingenieur, und die Mutter, eine Anästhesistin, beantworten diese Fragen nicht, sondern sagten: „Finde es selbst heraus.“

Und Jack tat das. „Ich fand wirklich zur wissenschaftlichen Methodik, eine Hypothese aufzustellen, sie zu testen, ein Resultat zu bekommen und wieder von vorne anzufangen“, sagte er in dem Interview.

Ich finde ihn etwas „verdreht“, eine eigene Marke. Wäre er ohne sein Forschen anders geworden? Was war zuerst da? Sein Forschungsdrang oder die Förderung von seinen Eltern?

Was auf jeden Fall da ist: Glauben an die eigene Kraft

 Beispiel 6: Felix Finkbeiner gründet Plant for the planet
Die Schülerinitiative Plant-for-the-Planet wurde 2007 von dem damals neunjährigen Schüler Felix Finkbeiner aus Pähl bei Starnberg ins Leben gerufen. Den ausschlaggebenden Impuls für die Idee von Plant-for-the-Planet erhielt Felix, als er sich für ein Referat zum Thema Klimawandel vorbereitete.
Stop talking, start planting! Erwachsene sollen aufhören zu reden und endlich mal was tun!
Wir sollten alle in der Welt wie eine Familie zusammen arbeiten.
Heute 14-jährig spricht er mit seinem Vater im NDR:
Video
Der Vater unterstützt und ist stolz, und macht sich Gedanken, wie Felix Kind bleiben kann.
Felix hat schon immer viel Zeit in der Natur verbracht, sie ist ihm wichtig, er ist mit ihr verbunden.
Beispiel 7: Malaki Paul,  9 Jahre singt mit viel Gefühl, Britains got talent
s
Bei seinem ersten Auftritt weint er vor Aufregung und Angst, seine Mutter steht ihm bei. Sie unterstützt ihn.

Malaki: In my first audition, i was scared. I really can not give up, so I sung again. When Simon said, I was brave, it put a big smile on my face.

My mum is the best mum in the whole world, she believes in me all the time!

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Soweit zu den Beispielen.
Ich kann mir vorstellen, dass es nicht bei allen Erfolgsberichten und allen Beispielen leicht fällt von Potenzialentfaltung zu sprechen. Ist das noch Kindheit? Oder wird da gepuscht?
Wie weit soll man Kinder fördern? Aber soll man sie nicht fördern, wenn da ein Drang ist, sich zu engagieren, zu forschen, zu performen…? Mein Eindruck ist, dass alle diese Kinder einen eigenen Impuls hatten, der von den Eltern aufgegriffen und gefördert wurde.
Jedes Kind ist anders. Und jedes ein Genie für sich. Und immer ein anderes.
Aber was diese jungen Menschen nicht sind: Durchschnitt, und dazu sollten wir sie nicht erziehen …
Und was mir auch noch auffällt: alle diese Kinder wurden auch speziell von ihren Eltern gefordert in einem Bereich, der den Eltern selbst nahe liegt. Was mich zu der Frage bringt: in wie weit erfüllen Kinder unsere Wünsche, tragen das was in uns ist weiter – als wir. Oder vielleicht hatten sie einfach nur „Glück“ und hatten einen Entwicklungsimpuls der zufällig zur Familie passte…
Doch das ist eine andere Frage.
Was mir wichtig erscheint: alle diese Kinder haben jemanden, der an sie glaubt. Ich glaube, wir brauchen das, damit wir aus unserem Schneckenhaus kommen.
Wer glaubt an dich?
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